Die Immobilienpreise in den Niederlanden setzen ihren Aufwärtstrend mit einem Anstieg von fast 10 % fort.
Ein Anstieg der niederländischen Eigenheimpreise um fast 10 % deutet auf eine sich verschärfende Krise der Wohnraumbezahlbarkeit in den Niederlanden hin.
Der niederländische Wohnungsmarkt bleibt gefragt. CBS-Daten Die Preise für Ausstellungsstücke stiegen im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 9.8 % und gegenüber April um 0.6 %. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 472,000 €.
Der Umsatz beschleunigt sich.
Im letzten Monat wechselten fast 20,000 Häuser den Besitzer, 11.5 % mehr als im Mai 2023. Die Fensterverkäufe von Januar bis Mai erreichten 90,000, ein Anstieg von 16 %.
Die Nachfrage übersteigt das Angebot.
Rabobank-Ökonom Nic Vrieselaar warnt Käufer, die das 1.5-Fache des Durchschnittslohns verdienen, dass sie „etwas verpassen“. Seiner Ansicht nach liegt der Kaufpreis für ein Eigenheim mittlerweile beim doppelten Durchschnittseinkommen zuzüglich des Elternkapitals.
Der Lagerbestand wird dünner.
Viele der auf dem Markt befindlichen Einheiten sind ehemalige Mietwohnungen, die von Vermietern auf der Flucht vor neuen Mietobergrenzen abgestoßen wurden. Sobald dieser Trend versiegt, so Vrieselaar, werde das Angebot weiter zurückgehen, was Erstkäufer „extrem pessimistisch“ mache.
Die Baubranche hält nicht, was sie verspricht.
Das Ziel der Regierung, jährlich 100,000 neue Wohnungen zu bauen, wurde jedoch acht Jahre in Folge unterschritten. Die eingeschränkte Bautätigkeit hält die Verkäufer in Schach.
Makro-Hintergrund.
Das BIP wuchs im ersten Quartal lediglich um 0.1 %, doch günstige Kredite und Bevölkerungswachstum halten die Angebote stabil. Kadaster-Analyst Matthieu Zuidema bezeichnet die anhaltenden Preissteigerungen angesichts der schwachen Konjunktur als „erstaunlich“.


